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Wirbelwerk || Neurochirurgie - Carsten Stüer


Kurze Pause beim Häuslebauen.

Daniel S. muss sich jetzt sechs Wochen schonen. Das fällt dem kräftigen Mittdreißiger nicht leicht, und das sieht man ihm an. Er sitzt acht Stunden am Tag am Schreibtisch, aber danach verlangt sein Körper nach richtiger Arbeit. Auch das sieht man ihm an. Dass seine Frau ein altes renovierungsbedürftiges Häuschen mit in die Ehe bringt, kommt ihm da gerade recht. Er klotzt ran, bis der Arzt kommt – und dieser lockere Spruch wird leider plötzlich Realität. Eine Bandscheibe zwischen zwei Halswirbeln hält dem Druck nicht länger stand und verrutscht. Daniel S. leidet fünf Wochen, dann kriegt er den richtigen Tipp. An einem Montag kommt er zu Carsten Stüer, zwei Tage später ist er bereits dran.

Um 8 Uhr ist die OP, nach 50 Minuten ist alles erledigt, und um 11 ist er schmerzfrei. An der Stelle der entfernten Bandscheibe befindet sich jetzt eine abpuffernde künstliche Bandscheibe, die nach zwei Monaten fest und belastbar ist. Alles, was man sieht, ist eine winzige Narbe am Hals, durch die der mikrochirurgische Eingriff vorgenommen wurde. Und einen tatendurstigen jungen Mann, der ungeduldig auf den Ablauf seiner Schonzeit wartet. Denn hinten auf dem Grundstück steht noch ein altes Backsteinhäuschen, unbewohnt, baufällig, renovierungsbedürftig ...